Kinder Medienkompetenz vermitteln

Immer früher werden Kinder mit den Themen Computer, Internet, Blogs und so weiter konfrontiert. Doch das Internetangebot ist so groß, dass es für Eltern, Kinder und Pädagogen schwierig ist zu entscheiden welche Seiten für den Nachwuchs geeignet sind. Was macht überhaupt eine gut Webseite für Kinder im Alter zwischen 6 und 12 aus?

Gute Internetseiten für Kinder sollten eine einfache Navigation haben, multimedial aufbereitet, (zum Beispiel: Filmausschnitte, Musik, Blogs…), sicher und Handlungs- und Erlebnisorientiert sein. Es sollte möglich sein, sich als Benutzer spielerisch zu vernetzen, zu kommunizieren und sich aktiv zu beteiligen.

Die Arbeitsgemeinschaft von vernetzten Kinderseiten setzt sich genau dafür ein, dass Kinder kindgerecht mit den neuen Technologien umgehen lernen können und sich medienkompetenz aneignen. Die Seite www.seitenstark.de presentiert eine Vielzahl von sehr empfehlenswerten Webseiten für Kinder!

4 Antworten bis jetzt »

  1. 2

    kathili sagte,

    Danke für den Link.

    Jedoch muss ich noch eine Kleinigkeit hinzufügen. Diese Beschreibung bzw. Definition von “Medienkompetenz” ist die Theorie von Dieter Baacke und die wohl am meisten genannte.
    Es gibt aber noch andere Medienpädagogen, die sich mit dem Thema beschäftigen zum Beispiel: Norbert Groeben

    Lg Kathili

  2. 3

    Thomas sagte,

    Guten Morgen,

    können Sie mir kurz schildern worin sich Baake und Groeben unterscheiden bzw. einer den anderen ergänzt.

    Wäre sehr interessant für mich und unsere Blogleser! Gerne auch als Kommentar unter aufgeführter URL. (Was umfasst Medienkompetenz?)

    Herzliche Grüße

    Thomas

  3. 4

    kathili sagte,

    Hallo Tomas,

    mach ich gerne. Man muss natürlich sagen, dass sich Groeben und Baacke mit dem gleichen Thema befassen und sich dadurch nicht komplett differenzieren. Baackes Begriff von “Medienpädagogik” setzt sich aus vier Dimensionen zusammen:

    1. Medienkritik ( a. problematische und gesellschaftliche Vorgänge sollten analytisch erfasst werden können, b. jeder sollte fähig sein das analytische Wissen reflexiv auf sich selbst und sein Handeln anzuwenden, c. das analytische Wissen und der reflexive Rückbezug sollten auf der ethischen Dimension als sozial verantwortet definiert werden können)
    2. Medienkunde ( a. Wissensbestände sollten in der Dimension informativ erfasst werden können, b. die Fähigkeit mit den Geräten umzugehen und sie zu bedienen ist die instrumentell-qualifikatorischen Dimension)
    3. Mediennutzung ( a. zum einen soll die Mediennutzung rezeptiv und anwendend sein und zum anderen b. interaktiv und anbietend)
    4. Mediengestaltung ( a. soll innovativ sein im Sinne von Weiterentwicklung und b. kreativ im Sinne von über die Grenzen der Routine hinausgehend)

    Gröben meint das Konzept von Baake sei nicht ausdifferenziert genung und erstellt sieben Dimensionen der Medienkompetenz:

    1. Medienwissen/ Medialitätsbewusstsein
    2. Medienspezifische Rezeptionsmuster
    3. Medienbezogene Genussfähigkeit
    4. Medienbezogene Kritikfähigkeit
    5. Selektion/ Kombination von Mediennutzung
    6. (Produktive) Partizipationsmuster
    7. Anschlusskommunikation

    Neu bei Gröben ist also die Genussfähigkeit, die Anschlusskommuniaktion und das Medialbewusstsein!

    Hoffe ich konnte mit der, auch wenn nur kurzen, Gegenüberstellung einige Fragen beantworten. Schwieriges aber wichtiges Thema (Medienkompetenz/Medienbildung), dass von einigen Medienpädagogen (Baake, Gröben, Schorb…) untersucht wird und dadurch auch so einige Modelle existieren.

    Empfehlenswerte Literatur zu dem Thema:

    - Baake, Dieter (1999): Medienkompetenz als zentrales Organisationsfeld von Projekten. In: Baake, Dieter, Kornblum, Susanne, Lauffer, Jürgen, Mikos, Lothar & Thiele, Günter, A. (Hrsg.): Handbuch Medien: Medienkompetenz. Modelle und Projekte. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. S. 31 – 35.

    - Groeben, Norbert (2002): Dimensionen der Medienkompetenz: Deskriptive und normative Aspekte. In: Groeben, Norbert & Hurrelmann, Bettina (Hrsg.): Medienkompetenz. Voraussetzungen, Dimensionen, Funktionen. Weinheim/München: Juventa Verlag. S. 160 –197.

    Lg Kathili


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